Presseerklärung von Wir in Vaihingen

Der Gemeinderat der Stadt Vaihingen an der Enz hat mit Mehrheit – vor allem durch Stimmen von CDU und Freien Wählern – beschlossen, die Kindergartengebühren für dieses Jahr um 4,5 Prozent und bereits jetzt auch für das Jahr 2027 um weitere 4 Prozent zu erhöhen.
Wir in Vaihingen und unser Vertreter im Gemeinderat, Stadtrat Oliver Luithle, haben gegen diese Vorlage gestimmt.
Oliver Luithle machte in der Sitzung deutlich:
„Ich denke, mit einer Erhöhung senden wir das falsche Signal aus.“
Gerade Familien sind bereits heute durch steigende Lebenshaltungskosten, Energiepreise, Mieten und viele weitere Belastungen stark gefordert. Nach einer Erhöhung von über 7 Prozent im vergangenen Jahr sollen Eltern nun erneut und auch in den kommenden Jahren tiefer in die Tasche greifen müssen – ausgerechnet bei der Betreuung ihrer Kinder.
Besonders irritierend war aus unserer Sicht die Reaktion von Oberbürgermeister Uwe Skrzypek auf den Hinweis, was Eltern heute bereits alles zu bezahlen haben. Der Oberbürgermeister verwies wörtlich darauf, dass „doch immer noch viel Feuerwerk zu Silvester abgebrannt werde“ und „so viel verreist werde wie noch nie“.
Diese Aussage empfinden wir als völlig falsches Signal gegenüber Familien. Wer hart arbeitet, darf auch Urlaub machen oder an Silvester feiern, ohne dass dies als Begründung für höhere kommunale Gebühren herhalten muss.
Nikolaos Boutakoglou, Stadtrat der AfD aus Ensingen, protestierte in der Sitzung entsprechend und erklärte sinngemäß, dass jeder, der hart arbeitet, Feuerwerk und Urlaub machen können sollte und nicht für kommunale Misswirtschaft aufkommen müsse.
Oberbürgermeister Skrzypek ruderte anschließend zurück. Der Eindruck aber bleibt: Statt Familien zu entlasten, wird erneut bei den Eltern angesetzt.
Für Wir in Vaihingen ist klar: Kinderbetreuung ist keine Luxusleistung, sondern eine zentrale Aufgabe der Kommune. Wer Familien stärken will, darf sie nicht immer weiter belasten.
Wir in Vaihingen werden sich auch künftig gegen eine Politik stellen, bei der steigende Kosten immer wieder auf Bürgerinnen, Bürger und insbesondere Familien abgewälzt werden
